AZ vom 08.12.2006 hat Folgendes geschrieben:










Der FCA hat Torschlusspanik
Auch Torhüter Sven Neuhaus kann sich nicht erklären, warum es oft am Ende immer kracht

Kurzfassung: Es war nicht das erste Mal, dass man sich kurz vor Schluss um den Lohn der Arbeit brachte. Rostock (1:1-Ausgleich in der 84. Minute), Paderborn (0:1 in der 81. Minute), der FCA hat scheinbar Torschlusspanik. Dafür gibt es eigentlich keinen Grund. Mit 15 Gegentoren hat man eine der besten Defensivabteilungen der Liga. „Ich weiß auch nicht, woran es liegt“, ist Neuhaus etwas ratlos. Vielleicht hat uns in Offenbach am Ende die Kraft gefehlt“, sagt er. 14 Spiele hat der Aufsteiger bisher absolviert. 14 Spiele, bei denen sich der FCA gegen spielerisch starke Gegner von seiner Schokoladenseite zeigte, gegen die Malocher der Liga hatten die FCA-Techniker aber so ihre Probleme.

„Es ist für manche schon eine Umstellung, in der zweiten Liga zu spielen, wo oft 90 Minuten nur gekämpft und gefightet wird. Wie in Offenbach“, sagt Neuhaus. Doch darauf müssten sich seine Kollegen einstellen. „Wir werden jetzt viele solche Spiele haben, bei denen die fußballerische Qualität allein nicht reichen wird, um zu gewinnen.“

Denn wenn die Tage kürzer werden, werden auch die Mittel auf den Spielfeldern immer rustikaler. „Nach 14 Partien ist die Tabelle aussagekräftig. Die Mannschaften stehen dort, wo sie auch hingehören.“ Und die Mannschaften, die unten stehen, wehren sich nun mit Klauen und Zähnen. „Diese Teams kämpfen und fighten bis zum Umfallen. Ich mache dieses Spielchen jetzt schon sieben Jahre mit.“

So wie Eintracht Braunschweig. Acht Punkte haben die „Löwen“ – so werden die Niedersachsen auch genannt – erst gesammelt. Gerade das mache das Schlusslicht so gefährlich, meint Neuhaus: „ Die Braunschweiger wissen, das ist ihre letzte Chance. Sie brauchen noch sechs Punkte vor der Winterpause. Sonst müssten sie ja im Frühjahr 30 Punkte holen, um an die 40 Punkte zu kommen.“ 40 Punkte müssten, so die allgemeine Annahme, zum Klassenerhalt reichen. Diese magische Zahl will auch der FCA so schnell wie möglich erreichen. Deshalb fordert Neuhaus einen Sieg. „Wenn beide Mannschaften 100 Prozent geben, gewinnen wir, weil wir einfach besser sind. Davon gehe ich auch aus. Geben wir nur 90 Prozent, dann werden wir verlieren. So ist das in der zweiten Liga, wo jeder jeden schlagen kann.“









 Kicker 12.10.2006, 11:53

Augsburg: Der Ex-Greuther Fürther über Möhlmann und die Stimmung im Team

Torwart Sven Neuhaus: "Wir sind kein Mädchenpensionat"

Bei Greuther Fürth kam Sven Neuhaus nicht über den Status als Nummer zwei hinter Borut Mavric hinaus. Deshalb wechselte er im Sommer zu Aufsteiger Augsburg. Auch dort musste sich der Keeper zunächst hinter Zdenko Miletic einreihen. Eine Verletzung des 38-jährigen Konkurrenten nutzte Neuhaus nun, um Stammtorwart zu werden. Rechtzeitig vor dem Wiedersehen mit Greuther Fürth.

Spielt am Freitag gegen seinen Ex-Klub: Sven Neuhaus ist bei Aufsteiger Augsburg die Nummer eins.
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kicker: Am Freitag steht das Spiel gegen ihre alten Kollegen auf dem Programm. Eine besondere Partie für Sie, Herr Neuhaus?

Sven Neuhaus (28): Ja. Aber ich bin nicht aus Frust aus Fürth weggegangen. Ich habe dort noch immer gute Freunde. Allerdings nicht während der 90 Minuten.

kicker: Greuther Fürths Trainer Benno Möhlmann zählte aber nicht zu ihren Freunden?

Neuhaus: Das stimmt. Benno Möhlmann hat mich nicht mehr berücksichtigt. Er hat auf Borut Mavric gesetzt. Ich wollte aber spielen, deshalb bin ich jetzt beim FCA.