|
|
|
|
|
|
|
|
Der FCA hat Torschlusspanik Auch Torhüter Sven Neuhaus kann sich nicht erklären, warum es oft am Ende immer kracht
Kurzfassung: Es war nicht das erste Mal, dass man sich kurz vor Schluss um den Lohn der Arbeit brachte. Rostock (1:1-Ausgleich in der 84. Minute), Paderborn (0:1 in der 81. Minute), der FCA hat scheinbar Torschlusspanik. Dafür gibt es eigentlich keinen Grund. Mit 15 Gegentoren hat man eine der besten Defensivabteilungen der Liga. „Ich weiß auch nicht, woran es liegt“, ist Neuhaus etwas ratlos. Vielleicht hat uns in Offenbach am Ende die Kraft gefehlt“, sagt er. 14 Spiele hat der Aufsteiger bisher absolviert. 14 Spiele, bei denen sich der FCA gegen spielerisch starke Gegner von seiner Schokoladenseite zeigte, gegen die Malocher der Liga hatten die FCA-Techniker aber so ihre Probleme.
„Es ist für manche schon eine Umstellung, in der zweiten Liga zu spielen, wo oft 90 Minuten nur gekämpft und gefightet wird. Wie in Offenbach“, sagt Neuhaus. Doch darauf müssten sich seine Kollegen einstellen. „Wir werden jetzt viele solche Spiele haben, bei denen die fußballerische Qualität allein nicht reichen wird, um zu gewinnen.“
Denn wenn die Tage kürzer werden, werden auch die Mittel auf den Spielfeldern immer rustikaler. „Nach 14 Partien ist die Tabelle aussagekräftig. Die Mannschaften stehen dort, wo sie auch hingehören.“ Und die Mannschaften, die unten stehen, wehren sich nun mit Klauen und Zähnen. „Diese Teams kämpfen und fighten bis zum Umfallen. Ich mache dieses Spielchen jetzt schon sieben Jahre mit.“
So wie Eintracht Braunschweig. Acht Punkte haben die „Löwen“ – so werden die Niedersachsen auch genannt – erst gesammelt. Gerade das mache das Schlusslicht so gefährlich, meint Neuhaus: „ Die Braunschweiger wissen, das ist ihre letzte Chance. Sie brauchen noch sechs Punkte vor der Winterpause. Sonst müssten sie ja im Frühjahr 30 Punkte holen, um an die 40 Punkte zu kommen.“ 40 Punkte müssten, so die allgemeine Annahme, zum Klassenerhalt reichen. Diese magische Zahl will auch der FCA so schnell wie möglich erreichen. Deshalb fordert Neuhaus einen Sieg. „Wenn beide Mannschaften 100 Prozent geben, gewinnen wir, weil wir einfach besser sind. Davon gehe ich auch aus. Geben wir nur 90 Prozent, dann werden wir verlieren. So ist das in der zweiten Liga, wo jeder jeden schlagen kann.“
|
|